Zur Schließung des Damwildgeheges im Hirschpark
Hamburg, 27.03.2026
Das Bezirksamt Altona hat am 26.01. überraschend die Schließung des Damwildgeheges im Hirschpark verfügt und die verbliebenen Tiere am 26.02. in das Wildgehege Klövensteen überführt. Damit endet vorerst eine jahrzehntelange Tradition: Seit Generationen gehört das Damwild zum Hirschpark und prägt diesen Ort in besonderer Weise.
Die Entscheidung erreichte unseren Verein über die Presse. Eine vorherige fachliche Abstimmung oder ein Austausch mit uns als langjährigem Partner fand, trotz zuvor guter und konstruktiver Zusammenarbeit in anderen Projekten, leider nicht statt.
Aus Sicht unseres Vereins ist diese Entscheidung weder ausreichend transparent begründet noch fachlich zwingend. Die zuletzt aufgetretenen Probleme sind nach unserer Auffassung nicht Ausdruck einer grundsätzlichen Unmöglichkeit der Damwildhaltung im Hirschpark, sondern Folge der konkreten Ausgestaltung der Haltung seit der Wiedereröffnung.
Die Unterbringung der Tiere im Wildgehege Klövensteen stellt keine gleichwertige Lösung für den Hirschpark selbst dar. Beide Orte erfüllen unterschiedliche Funktionen, der Hirschpark ist ein historisch gewachsener Landschaftspark mit eigener Identität und besonderer Bedeutung für das Stadtbild.
Gemeinsam mit den Blankeneser und Nienstedtener Bürger-Vereinen haben wir daher eine Eingabe an die Hamburgische Bürgerschaft gerichtet. Ziel ist eine fachlich begleitete Neubewertung der Situation und perspektivisch die Rückkehr einer artgerecht gehaltenen Damwildherde in den Hirschpark. Die vollständige Eingabe stellen wir auf dieser Seite zum Download bereit.
Parallel dazu hat unser Verein eine öffentliche Online-Petition initiiert, mit der Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme für den Erhalt des Damwildes im Hirschpark abgeben können; den Link zur Petition auf change.org finden Sie über den Button am Ende dieses Beitrags.
Der Hirschpark verbindet Parkdenkmal, Naturschutz und stadtnahes Erholungserlebnis auf einzigartige Weise. Unser Verein setzt sich weiterhin dafür ein, dass dieser besondere Ort auch künftig verantwortungsvoll gestaltet wird. Transparent, fachlich fundiert und im Einklang mit dem Tierschutz.
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